In einer Art Rahmenhandlung eröffnen Kinder und Erzählerin die Szene. Was als Geschichte begann, wird Wirklichkeit Kinder und Erzählerin tauchen ein in die Welt von Joseph und seinen Brüdern, kommentieren, reagieren und erleben
Jakob von Kanaan hat 12 Söhne. Der zweitjüngste Joseph ist sein Lieblingssohn,
den er mit Geschenken überhäuft und den anderen Brüdern vorzieht.
Joseph, der sehr gläubig ist, hat von Gott die Gabe erhalten, Träume
zu deuten.
Als Joseph von seinem Vater einen wunderschönen Mantel geschenkt bekommt
und seinen Brüdern von Träumen erzählt, die ihn über sie
erheben, sehen die Brüder, von ihren neidischen Frauen getrieben, rot und
wollen Joseph wegschaffen.
Sie verkaufen ihren Bruder an Ägypter und erzählen dem Vater, Joseph
sei bei einem Kampf mit einer Ziege ums Leben gekommen. Jakob ist todtraurig.
Joseph wird von einem Ägypter namens Potiphar gekauft, bei dem er bald
zum Lieblingssklaven wird. Jedoch hat Potiphars durchtriebene Frau ein Auge
auf Joseph geworfen und versucht, ihn zu verführen.
Potiphar missdeutet die Situation und lässt Joseph in den Kerker werfen.
Josephs Situation erscheint aussichtslos. Einzig sein Glaube gibt ihm noch Hoffnung.
Nach einiger Zeit im Gefängnis werden ein Bäcker und ein Butler ins
Gefängnis gebracht. Beide sind Angestellte des Pharao, beide haben einen
Traum, den sie nicht deuten können.
Joseph erklärt beiden ihre Träume, der Butler wird -wie von Joseph
vorhergesagt- freigelassen, der Bäcker hingerichtet.
Als einige Zeit später der Pharao von mysteriösen Träumen heimgesucht
wird, erinnert sich der Butler an Joseph und schlägt dem Pharao vor, sich
die Bedeutung des Traumes von Joseph erklären zu lassen.
Joseph erkennt in dem Traum sieben ertragreiche und darauf folgend sieben magere
Jahre. Er wird zum Assistent Pharaos ernannt und führt Ägypten sicher
durch die Hungersnot.
Josephs Brüder sind in Kanaan derweilen unvorbereitet von der Hungersnot
heimgesucht worden. Auch bereuen sie ihre Tat an Joseph. Als sie erfahren, dass
in Ägypten noch Vorräte vorhanden sind, beschließen sie, zum
mächtigen Assistenten Pharaos zu reisen.
So liegen die Brüder zu Josephs Füssen und erkennen ihn nicht.
Joseph beschließt, die angebliche Wandlung der Brüder auf die Probe
zu stellen. Er schenkt ihnen Säcke mit Getreide und platziert im Sack des
jüngsten Bruders seinen teuren Kelch.
Als die Brüder gehen wollen, lässt Joseph die Säcke durchsuchen
und Benjamin verhaften.
Die Brüder wollen Joseph von Benjamins Unschuld überzeugen und sogar
sich an Benjamins Statt verhaften lassen.
Joseph erkennt, dass seine Brüder geläutert sind und gibt sich zu
erkennen.
Jacob wird nach Ägypten geholt und feiert Wiedersehen mit seinem totgeglaubten
Lieblingssohn.